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Was passiert im Moment des Todes ?
Johannes B. Kerner vom 13.05.2008 Was passiert im Moment des Tode Teil 1
Johannes B. Kerner vom 13.05.2008 Was passiert im Moment des Tode Teil 2
Interview mit Bernard Jakoby von der Seite http://www.sterbeforschung.de
1. Sterben ist eines der größten
Tabuthemen unserer Gesellschaft.
Was war für Sie die Initialzündung, sich mit
diesem Thema auseinander zu setzen?
Die Initialzündung, mich intensiv mit diesem Thema auseinander zu setzen, war das Krebssterben meiner Eltern; das sich über einen Zeitraum von vier Jahren erstreckte. Wirklich ausschlaggebend für meine Forschungen, war die Tatsache, dass meine Mutter sich im Augenblick ihres Todes sich bei mir verabschiedet hat. Ihre Seele ging durch mein Herz und ich fühlte Frieden, Erleichterung und Freude nach all den schlimmen Schmerzen, die sie erdulden musste. In dem Moment wusste ich, dass all die Erzählungen darüber, die mir bekannt waren, stimmten.
2. Das „Jenseits“ ist ein Begriff, mit dem viele Menschen nichts oder kaum etwas anfangen können. Wie sieht es aus Ihrer Sichtweise im „Jenseits“ aus?
Wenn wir sterben, gehen wir in eine feinstoffliche Form des Seins über. Die Entwicklung eines Menschen nach seinem Tod erfolgt in mehreren Stufen. Der Mensch ist ein geistiges Wesen und kehrt in seine ursprüngliche Heimat zurück. Wir gelangen zunächst auf eine Art Orientierungsebene, die anscheinend den irdischen Verhältnissen ähnelt. In Wirklichkeit geht es darum, erdwärts gerichtetes Denken abzubauen. Deswegen tritt das Erdenich früher oder später in die Phase der Erinnerung ein, wo es sich intensiv mit seinem Leben auseinandersetzen muss. Wir schauen uns sozusagen ungeschminkt ins Gesicht, wie es auch in den Nahtoderfahrungen millionenfach beschrieben worden ist. Wer seine unerledigten Dinge bearbeitet hat, geht in die höheren Lichtwelten ein, bis sich die Seele mit Gott wiedervereinigt.
3. Sie schreiben im Vorwort Ihres Buches, dass es erschreckend ist, wie wenig Menschen Bescheid wissen, was beim Sterben genau geschieht. Würden Sie mich aufklären?
Wir wissen heute mehr als jemals zuvor darüber, was mit uns geschieht, wenn wir sterben. Die Phänomene des Übergangs, wie sie in den Nahtoderfahrungen geschildert werden – außerkörperliche Erfahrung, Tunnel, Lebensrückschau – zeigen sich auch als universales Erleben im Sterbeprozess des Menschen. Da sich die Seele gewöhnlicherweise langsam vom Körper löst, ist der Sterbende imstande, die geistige Welt zu schauen. In diesen Sterbebettvisionen, die von der Hospizbewegung in den letzten Jahren hunderttausendfach dokumentiert worden sind, sind ein integraler Bestandteil des Sterbeprozesses. Dabei wird berichtet, dass der Sterbende von vorangegangenen Verwandten in Empfang genommen wird. Diese Visionen werden bei vollem Bewusstsein erlebt und die Betroffenen können anschließend in Frieden gehen. Obwohl all diese Vorgänge von der Sterbeforschung millionenfach dokumentiert worden sind, drückt sich der Umgang damit für viele Menschen als Hilflosigkeit aus Unwissenheit aus.
4. Frieden, Leichtlebigkeit und Wohlbefinden – Begriffe, die die meisten Menschen wahrscheinlich mit einem glücklichen Leben anstatt mit dem Tod verbinden. Bedeutet das, der Tod ist etwas „Schönes“, etwas „Positives“?
Der Tod ist nichts, was wir fürchten müssen. Es ist die Angst vor dem Unbekannten, die zur Tabuisierung beigetragen hat. In Wirklichkeit hat die Sterbeforschung gezeigt, dass alle, die das Licht, das mit Liebe, Wärme und Geborgenheit assoziiert wird, sich grundlegend in ihrer Persönlichkeit verändert haben. Die Betroffenen wissen, dass dieses Licht Liebe ist und haben alle Angst verloren.
5. Wie steht es eigentlich Ihrer Meinung nach mit Gott und dem ewigen Leben aus? Ist die Seele unsterblich bzw. was verstehen Sie persönlich Sie unter dem Begriff?
Die Seele ist der Träger des Erdenichs, also dessen, was Sie jetzt als Mensch sind. Im Gegensatz zur irdischen Persönlichkeit ragt sie in die geistige Welt und kennt ihre Bestimmung. Das ist der göttliche Funke in jedem Menschen. Ohne eine Urkraft hinter allem Sein, die wir Gott nennen, wäre ein Jenseits überhaupt nicht denkbar. Es ist tatsächlich so, dass keine Seele jemals verloren gehen kann, da wir alle derselben göttlichen Quelle entspringen.
6. Macht es einen Unterschied, wenn man plötzlich aus dem Leben gerissen wird?
Bei einem plötzlichen Tod fällt der äußere
Sterbeprozess weg. Dennoch muss das Erdenich in Einklang und Akzeptanz mit
seiner Seele seinen Tod annehmen können. Dieser Prozess findet dann in der
Zeitlosigkeit statt. Da jeder Mensch innerlich weiß, wann er sterben wird, ist
beim plötzlichen Tod das Phänomen der Vorahnungen bemerkenswert. Die Seele teilt
sich dem Betroffenen oder den Angehörigen mit, so dass von einem unbewussten
Wissen gesprochen werden kann. Ein Beispiel ist: Ein 16jähriger Junge hört ein
bestimmtes Lied immer wieder. Die Mutter kommt ins Zimmer und bittet ihn, die
Musik leiser zu stellen. Plötzlich schaut ihr der Junge seelenvoll in die Augen
und sagt: »Ich möchte, dass dieses Lied auf meiner Beerdigung gespielt wird.«
Zwei Wochen später kommt dieser Junge durch einen Autounfall durchs
Leben.
7. Sie thematisieren die so genannten
Nachtodkontakte, also jene Kontakte zwischen Lebenden und Verstorbenen. Ein
esoterischer oder wissenschaftlicher Ansatz?
Nachtodkontakte werden von weit über der Hälfte der Bevölkerung eines Landes erlebt. Darunter werden spontane Kontakte mit Verstorbenen in Form von Gegenwartsempfinden, Gerüchen, Erscheinungen oder Träumen verstanden. Das sind empirische Belege für das Fortleben nach dem Tod.
8. Was ist eigentlich dran, dass man kurz vor seinem Ableben mit Bildern aus der Vergangenheit konfrontiert wird?
Die Bilder des Lebens treten beim Sterbeprozess an die Oberfläche des Bewusstseins. So mancher Sterbende versucht, mit sich ins Reine zu kommen und sehnt sich deswegen oft noch in den letzten Tagen nach Aussöhnung. Es sind die unerledigten Dinge unseres Lebens, die das Sterben so schwierig machen für viele Menschen. Gegenwärtig beispielsweise tritt der verdrängte Krieg bei den über 80jährigen an die Oberfläche des Bewusstseins. Das ist ein absolutes Tabuthema, das jedoch von jeder Sterbebegleiterin bestätigt wird.
9. Sie schreiben, dass das Wissen über das Jenseits der ein wichtiger Schlüssel zum Verständnis des eigenen Lebens ist. Können Sie das näher erläutern?
Das heute vorliegende Wissen über das Sterben kann dazu beitragen, dass wir wieder lernen, liebevoller und würdiger mit Sterbenden umzugehen. Jeder Mensch ist in einen größeren geistigen Sinnzusammenhang eingebunden und ist, wenn er stirbt die Essenz seiner Gedanken, Worte und Taten. Wenn wir allerdings heute in massiver Weise in die Sterbeprozesse eingreifen und andererseits offen über aktive Sterbehilfe diskutieren, so spiegelt das nur die Unsicherheit und Angst vor dem Tabuthema Sterben wider. Der Mensch ist weitaus mehr als sein Körper. Er ist ein geistiges Wesen und eingebunden in einen göttlichen Plan. Wenn wir das leben würden, wären wir schon jetzt ein Teil der Ewigkeit.
10. Sie selbst leiten Seminare zu den Themen Tod und Sterben. Wie kann man sich ein solches Seminar vorstellen?
Zu meinen Seminaren kommen Menschen aus allen Bereichen der Gesellschaft, die meistens einen persönlichen Verlust erlitten haben. Zu Beginn des Seminars haben die Teilnehmer die Möglichkeit über ihre eigenen Erlebnisse zu sprechen. Dann gehe ich im Laufe des Seminars auf diese Schwerpunktfragen ein, die sich daraus ergeben. Das ist stets eine sehr intensive Arbeit, da die meisten Menschen es oft noch nicht einmal gewohnt sind, ihren eigenen Wahrnehmungen zu trauen.
11. Sie haben ein kürzlich das Buch »Gesetze des Jenseits. Botschaften von Gregory.« veröffentlicht. Können sie uns kurz mitteilen, worum es in diesem Buch geht?
Im neuen Buch spricht meine Dualseele
Gregory zu mir. Es handelt sich also um Durchgaben aus der anderen Welt. Die
Menschen werden aufgerufen zu erkennen, dass sie geistige Wesen sind und in den
bevorstehenden Bewusstseinswandel der Menschheit eingebunden sind. Der Dual ist
die Liebe in uns, die den Menschen mit Gott verbindet. Wer vertrauensvoll auf
seine innere Stimme hört, wird die Erfahrung machen, dass in der Innenwelt die
Essenz allen Wissens vorhanden ist. Wir werden getragen von der Liebe Gottes.
Wer diesen Seelenkern in sich entdeckt, verfügt über eine unerschöpfliche
Kraftquelle und erkennt, dass er ein unsterbliches Wesen ist.
Die
Botschaften Gregorys beschreiben den Weg, den Kontakt zu seinen
Seeleninnenräumen zu finden.
12. Soeben ist Ihr neues Buch »Hoffnung auf ein Wiedersehen« erschienen. Was unterscheidet dieses Buch von Ihren anderen Publikationen?
Hier habe ich alle Fragen aufgegriffen,
die sich von der Sterbegleitung bis zur Trauerheilung praktisch immer wieder
ergeben. Ich habe dieses Buch aus der Sicht eines Trauernden verfasst und
tröstliche Gedichte eingefügt. Es ist ein Trostbuch, das für jeden, der jemanden
verloren hat, geeignet ist. Die gleichnamige CD enthält von mir verfasste und
gesprochene Meditationen mit heilsamer Musikuntermalung.